| Unser Projekt: |
Die "Runden Tische" sind ein bisher einzigartiges Modell im Kampf gegen die weibliche Genitalbeschneidung in Deutschland. Damit möchten wir die betroffenen Frauen unterstützen und Mädchen vor der Verstümmelung ihrer Genitalien schützen. Seit drei Jahren koordinieren wir auf Landesebene den "Runden Tisch NRW". Zum ersten Mal treffen sich regelmäßig Vertreterinnen und Vertreter der Landespolitik, Ministerien, Landesbehörden, Berufsverbände, Menschenrechtsorganisationen und Beratungsstellen. Dies hat in der Praxis in ihren Bereichen Veränderungen bewirkt. Denn viele Institutionen wissen nichts oder zu wenig über das Thema. Beim "Runden Tisch" können sie sich informieren, sensibilisieren, vernetzen und gemeinsam Vorhaben auf den Weg bringen, zum Beispiel im Gesundheitsbereich. Der "Runde Tisch NRW" wird ein Positionspapier mit Forderungen zu Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern und Jugendlichen erarbeiten und einen Gesundheitsflyer für schwangere Frauen entwickeln.
Auch auf kommunaler Ebene entstehen in Nordrhein-Westfalen „Runde Tische gegen Beschneidung von Mädchen“, so wie in Düsseldorf. Für Interessierte aus den Kommunen bieten wir regelmäßig Informationstreffen an. Gerade in der jetzigen Phase brauchen sie Beratung und Unterstützung beim Aufbau der „Runden Tische“. Dafür werden wir auch einen Leitfaden erstellen.
Das nordrhein-westfälische Modell wollen wir auf andere Bundesländer übertragen.
Wir koordinieren seit 2004 die bundesweite Initiative "Nein zu Beschneidung von Mädchen", in deren Rahmen wir das Projekt der "Runden Tische" entwickelt haben. Die Initiative wird unterstützt von Amnesty International, CARE Deutschland-Luxemburg, FIDE, FORWARD, GTZ, (I)NTACT, Kindernothilfe, Plan International, stop mutilation, TERRE DES FEMMES und UNICEF.
Leider haben wir für 2010 noch keine Finanzierung. Bitte unterstützen Sie diese wichtige Arbeit, damit wir sie fortsetzen können! |