Projekt: Projekt 'Ferien vom Krieg' des Komitees für Grundrechte u. Demokratie e.V.

Projekt 'Ferien vom Krieg' des Komitees für Grundrechte und Demokratie e.V.

www.ferien-vom-krieg.de

50670 Köln
Aquinostr. 7 - 11

Logo

Das Projekt "Ferien vom Krieg - Dialoge über Grenzen hinweg" ist Teil der Arbeit des Komitees für Grundrechte und Demokratie e.V. Aktiv, streitbar, couragiert und – wenn menschenrechtlich geboten – zivil ungehorsam engagiert sich das Komitee für Grundrechte und Demokratie. Es versteht sich als Teil der außerparlamentarischen Opposition und Mitgestalter bürgerlichen Protestes. Stellungnahmen, Pressemitteilungen, Tagungen, Aufsätze und Broschüren, Planung und Gestaltung von Aktionen, Demonstrationsbeobachtungen, aber auch konkrete Hilfe für Gefangene und das Projekt Ferien vom Krieg gehören zu den vielfältigen Interventionsformen. Das Grundrechtekomitee finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.
Entstanden als humanitäre Aktion für binnenvertriebene Kinder während der Kriege im ehemaligen Jugoslawien, hat sich das Projekt mittlerweile zu einem grenzüberschreitenden Dialogprojekt entwickelt, das nicht nur in Serbien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina sondern auch in Israel und Palästina arbeitet.

1994, während im ehemaligen Jugoslawien noch gekämpft wurde, lud das Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V. serbische, kroatische und bosnische Flüchtlingskinder zu zwei gemeinsamen Ferienwochen ans Meer ein. Dies war der Beginn des Projekts Ferien vom Krieg.
Seit 2004 treffen sich Jugendliche aus den drei Ländern zu gemeinsamen Friedenscamps und Aktivitäten. Bis heute haben über 22.000 Teilnehmende die Möglichkeit zu Begegnung und Austausch genutzt. 2014 entstand aus dieser Arbeit das Netzwerk „Youth United in Peace“, das länderübergreifend arbeitet.
2002, auf dem Höhepunkt der zweiten Intifada, luden wir erstmals junge Erwachsene aus Israel und Palästina ein. Seitdem trafen sich mehr als 2300 Teilnehmer*innen in Deutschland. In intensiven Dialogseminaren bearbeiten sie sie die eigene Betroffenheit durch den Konflikt und die kollektive Leidensgeschichte.
Die Ergänzung des Namens „Ferien vom Krieg“ durch den Zusatz "Dialoge über Grenzen hinweg" zeigt, dass sich das Projekt mit der Zeit weiterentwickelt hat — es ermöglicht einen Dialog zwischen jungen Menschen aus Kriegs-und Krisengebieten und zeigt exemplarisch einen Weg zu praktischer Friedensarbeit auf. Während der Seminare entwickeln die Teilnehmenden ein Bewusstsein für Vorurteile, Machtgefälle und Privilegien und werden dazu ermutigt, auch ihre eigene Gesellschaft kritisch zu hinterfragen.

projektbild1
projektbild1