Projekt: "..und tilg nicht unser Angedenken" Ein Buch über das Schicksal der jüdischen Mitbürger von Dietzenbach in der NS-Zeit

Zusammenleben der Kulturen in Dietzenbach e.V.

zusammenleben-der-kulturen.de

63128 Dietzenbach
Tulpenstraße 19

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Unser Verein hat sich im Dezember 2001 gegründet. Ein wenig wollten wir die Aufbruchstimmung des Hessentages aufgreifen und der aufgeschlossenen multikulturellen Atmosphäre sowie der Wissbegierde anderen Kulturen gegenüber eine ständige Adresse geben. Unser Name ist dabei Programm: Von den derzeit über 120 Mitgliedern ist knapp die Hälfte nicht-deutscher Herkunft.

Unsere Ziele

Wir wollen mithelfen, dass Dietzenbach eine eigene positive Identität entwickeln kann, indem wir Orte für Begegnungen schaffen.
Der Verein unterstützt eine internationale Denkweise sowie Toleranz auf allen Gebieten der Kultur. Wir befürworten den Gedanken der Völkerverständigung und wir wollen das Zusammenleben in der Stadt Dietzenbach fördern, unabhängig von der kulturellen, religiösen und ethnischen Zugehörigkeit ihrer Bürgerinnen und Bürger.
Der Verein tritt zugleich ein für das Recht auf Differenz, für die Gleichwertigkeit der Geschlechter und gegen fundamentalistische Bestrebungen jeder Art.

Unsere Aufgabe

Der Verein erfüllt seine Aufgaben durch das Angebot von vielfältigen Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten zwischen den Kulturen sowie durch die Entwicklung, Unterstützung und Förderung von interkulturellen Bildungsangeboten. Auf diese Weise wollen wir dazu beitragen, dass

Vorurteile abgebaut und Gemeinsamkeiten gefördert werden;

die kulturelle Identität aller Bürgerinnen und Bürger in Dietzenbach gewahrt und entwickelt wird;

in Dietzenbach eine aufgeschlossene interkulturelle Atmosphäre entsteht und erhalten bleibt;

die Neugierde anderen Kulturen gegenüber wach gehalten wird.

Unser Vereinsmitglied Horst Schäfer gehört dem Arbeitskreis Stolpersteine in der Stadt Dietzenbach an; dieser trägt den offiziellen Namen „Arbeitskreis Aktives Gedenken in Dietzenbach“.
Horst Schäfer erforschte für diesen Arbeitskreis die NS-Zeit in dem 1933-1945 ca. 3500 Einwohner Dorf Dietzenbach. Seine Recherchen dienen - im Sinne historischer Bildungsarbeit - der Vorbereitung einer Buchpublikation.

Er hat die Geschichte der Dietzenbacher NS-Verfolgten, über die bisher sehr wenig in Dietzenbacher Lokalchroniken nachlesbar ist, recherchiert. Dazu gehören 20 ehemals jüdische Mitbürger, 2 Euthanasieopfer und ein politisches NS-Opfer. Zu seinem Forschungsthema gehören auch ausgewählte Biographien herausgehobener NS-Akteure aus der Dietzenbacher Kommunalpolitik und auch der Zwangsarbeiter. Zum Thema der Zwangsarbeiter in Dietzenbach gibt es bisher überhaupt keine Erkenntnisse.

Das Buchprojekt wird also erstmals ausführlich die – bisher in Lokalchroniken nur marginal und sehr lückenhaft beschriebenen – Geschichten und Schicksale dieser von Dietzenbacher NS-Gewaltherrschaft verfolgten Mitbürger sowie auch die Lebensläufe herausgehobener NS-Akteure und ehemals bekannter Mitbürger verschriftlichen.

Das Projekt soll große und wesentliche Wissenslücken über Dietzenbacher NS-Opfer und –Täter schließen und Erinnerung an schwieriges Leben im Dorf Dietzenbach im Zeitraum 1933 bis in die Nachkriegszeit bewahren. Es soll insbesondere den vergessenen ehemaligen jüdischen Mitbürgern ihre Namen und Würde zurückgeben, zum Nachdenken, zum Fragen stellen, zum Besinnen und zum Weiterrecherchieren anregen.

Zielgruppe des Buchprojektes ist natürlich die lokale und regionale Öffentlichkeit, insbesondere aber die Schulen. Die Mitglieder des Arbeitskreises werden nach Veröffentlichung des Buches den Schülerinnen und Schülern als Gesprächs- und Diskussionspartner im Unterricht zur Verfügung stehen.
Geplant sind dann auch Begehungsaktionen der in Dietzenbach verlegten „Stolpersteine“ gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern.

Den Druck des Buches möchten wir aus Spendengeldern finanzieren. Horst Schäfer beansprucht für sich kein Honorar.

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