Projekt: Unterstützung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Ghana

Haskey-Projekt Ghana e.V.

www.haskey-projekt.de

44892 Bochum
Overlackerstrasse 26

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Das Haskey-Projekt Ghana unterstützt Kinder und junge Erwachsene mit geistigen Behinderungen und ihre Familien in Ghana und will ihnen ein menschenwürdiges Leben als akzeptierte Mitglieder in der Gemeinschaft ermöglichen. In Kumasi, der zweitgrößten Stadt Ghanas mit über 2 Mio. Einwohnern wurde im November 2013 eine Tagesbetreuung mit heilpädagogischem Schwerpunkt eröffnet, die bisher von 15 Kindern und Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf besucht wird.

In Ghana gibt es bisher kaum Unterstützungsangebote für Kinder die eine Behinderung haben oder von Behinderung bedroht sind. Die betroffenen Familien fühlen sich überfordert und alleingelassen. Gerade Kindern mit einer geistigen Behinderung wird mit viel Angst und falschen Vorstellungen begegnet - sie werden für besessen gehalten oder für "Geisterkinder". Geistige Behinderung wird oft mit psychischer Erkrankung verwechselt und häufig für ansteckend gehalten; dementsprechend viele Berührungsängste bestehen. Das Haskey-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, dieser Ablehnung von Seiten der Gesellschaft mit Bewusstseinsbildung und Aufklärungskampagnen entgegenzuwirken. Es wird großer Wert auf die Integration und Zusammenarbeit mit der lokalen Community gelegt, denn insbesondere auch durch Begegnungen mit den Kindern und jungen Erwachsenen mit Behinderungen, die vom Haskey-Projekt unterstützt werden, können Barrieren abgebaut und Ängste Schritt für Schritt durch eine neue Offenheit im Zusammenleben ersetzt werden.

Das Konzept des Projekts beinhaltet eine enge Zusammenarbeit mit den betroffenen Familien. Die Eltern werden darin bestärkt, sich – mit Unterstützung von außerhalb – ihres behinderten Kindes anzunehmen und zu ihm zu stehen, auch gegen mögliche Anfeindungen aus dem familiären oder nachbarschaftlichen Umfeld. Es passiert in Ghana immer wieder, dass Kinder aus diesem äußeren Druck und der eigenen Überforderung heraus völlig vernachlässigt, misshandelt oder gar ausgesetzt werden. Dem will das Haskey-Projekt entgegenwirken: Die Kinder sollen in den Familien verbleiben und damit das möglich ist, bietet die Organisation eine Entlastung durch die projekteigene Tagesbetreuung sowie Beratung der Eltern in allen Lebenslagen. Den oft alleinerziehenden Müttern ist es so möglich, einer Arbeit nachzugehen; außerdem kann ihnen durch die psychosoziale Unterstützung und die Vernetzung mit anderen betroffenen Eltern viel Druck genommen werden.

Der momentane Standort der Tagesbetreuung stellt eine Übergangslösung dar, bis der Bau des geplanten Bildungszentrums auf dem projekteigenen Grundstück in Kumasi finanzierbar ist. Dort sind neben der Tagesbetreuung auch Werkstätten für junge Erwachsene geplant, in denen die Herstellung von Perlenschmuck, Batikstoffen und weitere handwerkliche sowie hauswirtschaftliche Tätigkeiten erlernt werden können. Darüber hinaus soll eine Beratungs- und Frühförderungsstelle gerade für Familien mit Kleinstkindern entstehen, die Entwicklungsverzögerungen aufweisen oder von Behinderung bedroht sind.

Weitere Ziele des Projekts sind die ambulante aufsuchende Unterstützung und zeitweise Entlastung von Familien mit Kindern, die von Behinderungen betroffen sind (Familienentlastender Dienst). Darüber hinaus wird eine enge Zusammenarbeit mit anderen NGOs und Schulen angestrebt mit dem Ziel, individuelle Lösungen für die Betroffenen zu finden wie beispielsweise der Besuch einer Regelschule mit Unterstützung von Integrationshelfern. Hierfür ist geplant, den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern – neben den hauptamtlichen Mitarbeitern im Haskey-Projekt – weiter auszubauen.

Zur Förderung des interkulturellen Dialogs und Austausches in der heilpädagogischen Arbeit als auch zur fachlichen Unterstützung werden außerdem qualifizierte Freiwillige aus Deutschland in das Projekt entsandt; auch Bildungsaufenthalte der ghanaischen Mitarbeiter in Deutschland sind eine Zukunftsoption.

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