Projekt: Bundesweite Messie-Hilfe Telefon und Online Beratung

H-TEAM e.V. hilft Bürgern in Not

www.h-team-ev.de

81369 München
Plinganserstrasse 19

Logo

Der H-TEAM e. V. wurde am 28. Juli 1990 im Münchner Stadtteil Sendling von engagierten Bürgern als gemeinnütziger und mildtätiger eingetragener Verein mit dem Ziel gegründet, Menschen in Not unmittelbar und umfassend zu helfen. Der Buchstabe ‚H‘ steht dabei als Abkürzung für „Hilfe/Helfer“.Das Motto des Vereins lautet: „Schnelle Hilfe ist doppelte Hilfe“.Nach über 20 Jahren Arbeit hat der Verein heute 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und mehrere ehrenamtliche Helfer, um ca. 500 Klienten im Stadtgebiet München zu unterstützen. Es gibt 7 Fachabteilungen: Ambulante Wohnungshilfe, Ambulantes Wohntraining, Betreutes Einzelwohnen, Betreuungsverein, Hauswirtschaftliche Hilfen, Rechtsberatung, Schuldner- und Insolvenzberatung. Zusätzlich gibt es die Veranstaltungsreihe „Soziales trifft Kunst und Kultur“ mit Kunstausstellungen und Vorträgen. Darüberhinaus werden Seminare durchgeführt und dadurch unser Know-how bundesweit verbreitet

Bundesweite Messie-Helpline und Online Beratung

Ausgangslage und Zielgruppen:

Sowohl in unserer täglichen Arbeit als auch aus den Erfahrungen der letzten 23 Jahre Tätigsein für Menschen, die unter dem Zwang stehen, sammeln zu müssen, ohne rechtzeitig wegschmeißen zu können, erscheint uns die Einrichtung einer bundesweiten Helpline für Betroffene, für Angehörige und für Hilfeeinrichtungen besonders dringlich.
Aufgrund unserer langen Erfahrung in diesem Arbeitsfeld wissen wir, dass Betroffene sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie über lange Zeit für ihre Umgebung nicht auffällig sind. Sie leben mit und unter uns, ohne dass bewusst wird, in welchem Druck und Stress die Betroffenen leben.
Nur sehr unzureichend sind die Fragen zu klären, warum Menschen sammeln müssen und warum sie so an Dingen festhalten. Auch liegen keine einschlägigen Forschungsergebnisse dazu vor. Nach wie vor sind es vor allem praktische oder persönliche Erfahrungen mit Betroffenen, die handlungsleitend sind. Klar ist zumindest, dass es eine psychische Störung ist, die vermutlich ihre Wurzeln in frühkindlichen Erfahrungen und Erlebnissen der Betreffenden haben. Dies genau herauszufinden wäre Auftrag und Ziel einer wissenschaftlichen Erforschung des sogn. Messie-Syndroms.
Hinter dem sichtbaren Chaos verbirgt sich ein oft scheuer Mensch, der oft unter Depressionen, unter Zwangsvorstellungen, einer nie diagnostizieren Persönlichkeits-störung und unter traumatischen Vorstellungen leidet. Dr. Rehberger sagt: „Alle Messies haben gemeinsam, dass sie Depressionen haben, dass sie teilweise zwanghafte Charakterzüge und Perfektionismus haben, dass sie unwillentliches Widerhandeln durchführen“. Welche Störung für das ungebremste Sammeln von Daten, Papier, Tieren oder Essen ausschlaggebend ist, ist nur schwer festzustellen. Klar ist nur, dass diese Menschen eine eigene Ordnung haben und es für Außenstehende schwierig ist, diese zu erkennen. Von außen betrachtet, herrscht eigentlich immer Chaos verbunden mit Geruchsbelästigung und auffälligen Verhalten. Nur wenn man ernst nimmt, dass Messies unter einem wirklich enormen Druck leben, morgen mit der Ordnung zu beginnen und immer wieder feststellen, heute ging es wieder nicht, aber morgen, kann man ermessen, welch eine Qual es sein muss, nicht beginnen zu können.

Größenordnung des Problems:

Allgemein geht man aber bundesweit von mindestens 2,5 Millionen Menschen aus. Die Dunkelziffer liegt sicher noch viel höher. Man kann davon ausgehen, dass es in der Mehrzahl alleinstehende, meist Männer, seltener Frauen, sind. Dass die Menschen eher über 40 Jahre alt sind und oft von Transferleistungen des Staates leben. Es gibt aber eben auch den Angestellten oder Arbeiter, die ganz „normal“ ihrer Arbeit nachgehen und nur in den vier Wänden findet das Chaos statt. Es kommt ganz selten vor, dass der vorhandene Druck bei den Betroffenen durch eigene Aktivitäten hin zu Veränderungen genutzt wird. In aller Regel sind es Vermieter, Angehörige oder Ämter, die auf das „Chaos“ aufmerksam machen und oft nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Man kann davon ausgehen, dass in jeder Stadt aber auch auf dem flachen Land ca. 2 bis 5 Prozent der Bevölkerung mehr oder minder von dem Zwang zum Sammeln betroffen sind. Außer dem H-TEAM e.V. gibt es so gut wie keine spezialisierte Einrichtung für Beratung und konkreter Hilfe für Messies im gesamten Bundesgebiet. Es gibt eine relativ gut funktionierende Selbsthilfe mit Webseite und eher eingeschränktem Beratungsangebot. Natürlich gibt es Angebote, die das Räumen von Wohnungen zum Inhalt haben. In aller Regel findet hier aber ein Abräumen statt und nicht ein Aufräumen verbunden mit dem Versuch, mit dem Betroffenen gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Das Ziel ist schnelle Abhilfe. Unsere Erfahrung zeigt aber, dass es möglich ist, mit den Betroffenen zusammen unter anderen (neuen) Bedingungen weiter in gewohnter Umgebung wohnen bleiben zu können. Dieser Weg wird vom H-TEAM e. V. beschritten. Die Nachhaltigkeit und der große Erfolg dieses Ansatzes bestätigen unseren Ansatz.

Bundesweite Messie-Helpline:

Es ist höchste Zeit, Menschen, die unter dem Zwang zum Sammeln leiden, Angehörigen von Betroffenen und Hilfeeinrichtungen eine Helpline anzubieten, die vor allem bei konkreten Fragen erste konkrete Hilfsangebote machen kann. Hilfe per Telefon und Online.

Der H-TEAM e.V. sieht sich in der Lage eine bundesweite Helpline anzubieten. Es geht dabei vor allem um die Möglichkeit, für Betroffene schnell einen Ansprechpart-ner zu finden und lang gehegte Veränderungen jetzt anzugehen. Für die Angehörigen wird es vor allem darum gehen, zu erfahren, wo ist Hilfe möglich und was dabei beim Umgang mit den Betroffenen zu beachten ist. Für Hilfeeinrichtungen stehen konzeptionelle Anstöße, wie Hilfe für Messies zu organisieren ist, im Vordergrund. Hier geht es uns vor allem darum, den ewigen Kreislauf von Wahrnehmung, Hilflosigkeit und in der Folge der Nichtzuständigkeit im direkten Umgang zu durchbrechen. Je sicherer und klarer sich einzelne Hilfeeinrichtungen fühlen, desto schneller und zielgenauer wird die Hilfe für die Betroffenen ausfallen.


Die Beratung findet ausschließlich telefonisch und online statt und hat keine praktischen Einsätze zur Folge. Ausnahme ist die Region der LH-München. Die Stadt ist jetzt schon unser praktisches Einsatzgebiet unserer Hilfe.
Die Anrufe, das Profil der Hilfe und getroffene Vereinbarungen werden dokumentiert.
Gegenüber Dritten besteht Schweigepflicht zum Inhalt der Beratung. Die Einhaltung des Datenschutzes ist sichergestellt.

Ziele:

Aufklärung über Ursachen und Wirkung von ungebremstem Sammeln
Beratung von Betroffenen, Angehörigen und Hilfeeinrichtungen
Unterstützung bei dem Versuch, eine nachhaltige Veränderung der persönlichen Umgebung zu erreichen, Hilfestellungen im Umgang mit Angehörigen von Messies anzubieten und konkrete Beratung bei der Einrichtung von ständigen Diensten für diesen Personenkreis zu geben
Bundesweite Vernetzung/Kooperation

Ansprechpartner:
Wedigo von Wedel und Peter Peschel, Geschäftsführer H-TEAM e. V.



München, 14.02.2017

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