Projekt: Gesundheit für Dorfgemeinschaften in Nordindien

Opportunity International Deutschland

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Opportunity International Deutschland ist eine christlich motivierte Organisation, die seit mehr als 20 Jahren Hilfe zur Selbsthilfe leistet. Unser Glaube treibt uns an, in Armut lebende Menschen in Entwicklungsländern zu fördern. Wir begegnen diesen Menschen mit Respekt und wir glauben an ihre Fähigkeit, sich selbst dauerhaft aus dem Kreislauf der Armut zu befreien. Die Stärkung von Frauen liegt uns dabei besonders am Herzen.

In Kooperation mit erfahrenen Partnerorganisationen vor Ort fördern wir Bildung und Unternehmertum als Investition in die Zukunft. Durch persönliche Betreuung, Vermittlung von fachlichem und unternehmerischem Wissen, den Zugang zu Schul- und Berufsausbildung sowie finanziellen Ressourcen geben wir armen Menschen die Chance, ihre wirtschaftlichen Aktivitäten auf- und auszubauen. Dadurch werden sie und ihre Familien in die Lage versetzt, ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu führen – frei von Armut.

Langfristig werden neue Arbeitsplätze geschaffen, ganze Regionen wirtschaftlich gestärkt und echte Zukunftsperspektiven aufgebaut.

Mit dem Projekt „Gesundheit für Dorfgemeinschaften in Nordindien“ möchten wir die Gesundheitssituation in Indiens bevölkerungsreichsten Bundesstaat Uttar Pradesh verbessern. Die dort herrschende Armut hat sehr negative Auswirkungen auf die Gesundheitssituation der Menschen. Aufgrund fehlender gesundheitlicher Aufklärung, mangelndem Zugang zur Gesundheitsversorgung und unzureichender sanitärer Infrastruktur, sterben Menschen an eigentlich gut behandelbaren oder gänzlich vermeidbaren Krankheiten. Die hohe Rate an Durchfallerkrankungen und deren mangelnde Behandlung tragen unter anderem zur hohen Kindersterblichkeit bei.

Im Rahmen dieses Hilfsprojekts werden 100 Mikrofinanzklientinnen zu Gesundheitsberaterinnen ausgebildet und 100 bereits ausgebildete Gesundheitsberaterinnen zu Gesundheitsunternehmerinnen weitergebildet. Die Ausbildung zur Gesundheitsberaterin umfasst Trainings zu Hygiene, Gesundheit und erster Hilfe. Dieses Wissen geben alle 200 Frauen in Schulungen an die Familien in ihren Dörfern weiter. Zudem erfahren die Dorfbewohner/innen Unterstützung bei der Beantragung von staatlichen Subventionen und Mikrokrediten für den Toilettenbau. Die 100 Gesundheitsberaterinnen, die zu Gesundheitsunternehmerinnen weitergebildet werden, erhalten vertiefende Schulungen zu einkommensgenerierenden Aktivitäten im Gesundheits- und Hygienesektor. Alle 200 Frauen erzielen durch den Verkauf von Gesundheits- und Hygieneprodukten ein Einkommen, z.B. durch den Verkauf von Hygienebinden, die in einer von uns bereitgestellten Manufaktur durch zehn angestellte Frauen produziert werden.“

Wirkung

1) 200 Gesundheitsberaterinnen und -unternehmerinnen schulen 50.000 Frauen. Bei durchschnittlich fünf Personen pro Familie profitieren so etwa 250.000 Menschen von neuem Gesundheits- und Hygienewissen.

2) Die 100 weitergebildeten Gesundheitsunternehmerinnen werden zusätzlich über den Einsatz von Hygiene- und Gesundheitsprodukten wie Seife, Binden, Moskitonetze und rehydrierendes Salz geschult. Außerdem werden sie in Buchhaltung und Kalkulation unterwiesen und können so durch einkommensgenerierende Maßnahmen wie dem Verkauf dieser Produkte ein Einkommen im Gesundheitssektor erzielen.

3) Der Aufbau einer Bindenmanufaktur bietet sowohl den Gesundheitsberaterinnen als auch den Gesundheitsunternehmerinnen die Möglichkeit, ihr Einkommen durch den Verkauf der Hygienebinden zu erhöhen. Die Produktionsstätte bietet zehn weiteren Frauen einen Arbeitsplatz und 37.500 Mädchen und Frauen den Zugang zu guten und günstigen Hygienebinden.

4) Durch den Bau von etwa 300 Toiletten wird die Eindämmung der Notdurft-Verrichtung im Freien eingedämmt und so die Hygienesituation in den Dörfern verbessert.

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