Projekt: Interkulturellen Mehrgenerationen-Begegnungszentrums Rheinhausen (IMBR)
Alevitische Gemeinde Duisburg e.V.
47226 Duisburg
Friedrich-Alfred-Str. 182

Die Gründung der Alevitischen Gemeinde Duisburg e.V. (AGD) im Jahr 1988 in Duisburg Rheinhausen erfolgte aus einem starken sozialen und kulturellen Antrieb der Mitglieder heraus. Als die erste öffentlich eingetragene und anerkannte Organisation, die von Aleviten in Deutschland ins Leben gerufen wurde, hat die AGD eine bedeutende Rolle innerhalb der Gemeinschaft eingenommen. Mit aktuell 400 registrierten Familienmitgliedern, zählt die AGD zu eine den größten alevitischen Vereinen in Nordrhein-Westfalen.
Im Jahr 1996 erwarb die AGD ohne öffentliche Zuwendungen die alte Menage des Krupp Werkes in Rheinhausen. Diese Standortwahl war bewusst gewählt, da viele Mitglieder der AGD eng mit der ersten Generation dieser Fabrik verbunden waren, und die Menage ein Symbol der Industriekultur Rheinhausens darstellt, das erhalten bleiben sollte.
Die AGD pflegt enge Kooperationen mit verschiedenen Akteuren in Duisburg, ist Mitglied des Paritätischen Landesverbands NRW und als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe nach § 75 SGB VIII – Kinder und Jugendhilfe aktiv. Die Jugend der AGD ist im Jugendring Duisburg vertreten und engagiert sich aktiv in interreligiösen Dialogen sowie in verschiedenen Bereichen der Stadtgesellschaft.
Im Einklang mit den Lehren des Alevitentums setzt sich die AGD für ein bewusstes und friedliches Zusammenleben ein und strebt danach, öffentliche Mittel zur Integration, Bildung und Bewusstseinsveränderung sinnvoll einzu-setzen. Die AGD hat in den letzten Jahren erfolgreich Integrationskurse im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) durchgeführt und bietet eine Vielzahl von offenen Kursen und Seminaren im Bereich Kunst, Kultur und Bildung an.
Des Weiteren engagiert sich die AGD für Umweltschutz und Nachhaltigkeit und wurde dafür 2016 von der RCE-RUHR / UN University ausgezeichnet.
Das im Jahr 1996 erworbene Gemeindehaus erfüllt leider nicht mehr unsere Bedürfnisse. Daher planen wir den Bau eines zweigeschossigen, barrierefreien Interkulturellen Mehrgenerationen Begegnungszentrums Rheinhausen (IMB Rheinhausen) auf einer Grund-stücksfläche von 4.000 qm. Der Neubau soll die sozialen Angebote der AGD erweitern und einen Ort schaffen, der für Menschen unterschiedlicher sozialer und gesundheitlicher Situationen zugänglich ist.
Das Gebäude wird eine Vielzahl von Angeboten wie Beratung, Bildung, Freizeitgestaltung und kulturelle Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche, Senioren sowie Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderungen bereitstellen.
Die AGD wird damit insbesondere Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien, Alleinerziehende, Senioren sowie Menschen mit Behinderungen erreichen. Durch die barrierefreie Gestaltung des Zentrums sollen sie besser an den Angeboten teilhaben können und ihre soziale Teilhabe gestärkt werden.
Das IMB Rheinhausen wird über verschiedene Einrichtungen wie Seminarräume, Jugendzentrum, Musikraum und Begegnungscafé verfügen und einen wichtigen Beitrag zur Integration und Teilhabe leisten. Es wird ein Ort der Begegnung und des Austauschs für Menschen unterschiedlicher kultureller Hintergründe sein.
Der Baubeginn des IMB Rheinhausen ist vor dem Sommerferien 2024 geplant. Die Fertigstellung wird, nach Baubeginn zwischen 15 und 18 Monaten erfolgen.

